Gabi Livshitz sichert ersten Live‑PLO‑Titel bei Diamond Poker Series und gewinnt €218.100

Es war die Art von Marathon, die einen dazu bringt, sich zu fragen, ob die Sonne jemals am Casino Malta-Flur an jener Nacht unterging. Nach mehr als 13 anstrengenden Stunden Four‑Card‑Oma, trat Gabi Livshitz schließlich als Sieger des PLO Grand Slam Malta €5,200 Millions-Events der Diamond Poker Series hervor. Der israelische Spieler verließ die Veranstaltung mit stolzen €218.100 – dem größten Anteil eines €940.000‑Preispools – und, was wichtiger ist, mit seiner ersten Live‑Pot‑Limit‑Oma‑Trophäe.

Der Sieg von Livshitz ist ein Meilenstein in einer Karriere, die seit seinem ersten dokumentierten Live‑Score im Jahr 2014 stetig Gewinne einbrachte. Während er im Laufe der Jahre eine respektable Liste an Turniersiegen aufbaut, war dies das erste Mal, dass er einen Live‑PLO‑Titel erhob. Er hatte seine Fähigkeiten bereits in der Variante während der Pandemie unter Beweis gestellt, indem er 2021 einen Online‑Armband erbeutete, als die Welt zu Hause festsaß. Jetzt, mit dem physischen Spieltisch unter seinen Chips, fand die Trophäe endlich ihren Platz auf seiner Ablage.

Tag Zwei: Der lange Weg

Der zweite Tag des Grand Slam war ein Marathon aus Ausdauer und Können. Die Uhr zeigte 4:30 a.m., als Livshitz’ Name als Sieger verkündet wurde, aber die Auseinandersetzung tobte bereits seit dem frühen Nachmittag. Er begann den Tag irgendwo in der Mitte der Rangliste, ein Platz, der entweder ein komfortabler Sitz am Tisch oder ein schneller Abgang gewesen sein könnte – je nach Karten.

Frühzeitig setzte Livshitz ein Zeichen, indem er Onur Gur ausschaltete, einen Spieler, der nach einer späten Anmeldung wieder eingetreten war und später 17. für €13.150 belegte. Diese frühe Eliminierung setzte den Ton: Livshitz war nicht da, um lediglich zu überleben; er war da, um zu dominieren.

Als die Blinds stiegen, fielen mehrere bekannte Namen vor dem Geld. Dario Alioto, Jessica Teusl, Tom‑Aksel Bedell und Robert Cowen sahen ihre Stacks verdampfen, wodurch das Feld schlanker und die Aktion strenger wurde. Livshitz hingegen ließ seine Chipzahl stetig steigen und kam durch das Auswerfen von Leonid Yanovski im 24. Platz kurz vor der Abendpause ins Geld.

Vom Mittelpack zum Finaltable

Als die Pause kam, saß Livshitz noch immer in der Mitte des Packes – eine Position, die ein komfortabler Polster oder eine gefährliche Sitzgelegenheit gewesen sein könnte. Doch er nutzte die Unterbrechung, um sich neu zu gruppieren, und als die Aktion wieder aufnahm, begann er die Leiter zu erklimmen.

Kurz nach der Pause eliminierte er Lucas van den Belt (20.) und einen Spieler, bekannt nur als „Sonic“ (11.), wodurch er sich in die dritte Chip-Platzierung brachte, während sich der Finaltable formierte. Weitere gut getimte Auswürfe – darunter eine saubere Aces‑gegen‑Kings‑Eliminierung des kürzlich verdoppelten Gegners von Filip Lovric, Espen Myrmo – ließen Livshitz mit sechs verbleibenden Spielern in die zweite Position aufsteigen.

Der endgültige Schub kam, als er „NoNeedMoney“ eliminierte und zum ersten Mal die Chipführerschaft übernahm. Von dort aus entfaltete sich das Drama im klassischen Pokervorfall: Führungen wechselten die Hände, Flushes trafen den Tisch, und die Spannung war spürbar.

Heads‑Up‑Drama

Jelle de Kroon aus den Niederlanden, der den ganzen Tag über eine konstante Präsenz war, fand sich im Endduo. Er sicherte sich letztlich den zweiten Platz und einen €148.000‑Einnahme, ein Ergebnis, das er als „unerwarteten Gehaltssprung“ beschrieb.

Der Höhepunkt kam, als Livshitz und de Kroon heads‑up spielten. Livshitz’ Hand traf den Tisch besser, sicherte den Sieg und löste ein Gebrüll aus der Rail – einer Gruppe von Freunden und Mitspielern, die ihn die ganze Nacht angefeuert hatten.

Auszahlungen am Finaltable

Spieler Land Preis
Gabi Livshitz Israel €218,100
Jelle de Kroon Niederlande €148,000
Aki Vihikainen Finnland €100,000
LuxonTrustWallet €80,700
Filip Lovric Schweden €64,650
Carlo van Ravenswoud Niederlande €50,100
NoNeedMoney €37,100
Plato €27,300
Espen Myrmo Norwegen €21,800

Das Feld begann mit 189 Einträgen, von denen jeder hoffte, durch den leicht überlagerten €940.000‑Preispool zu brechen. Livshitz’ Triumph gab ihm nicht nur den größten Anteil, sondern schob auch seine Live‑Turniergewinne über die 2 Millionen‑Dollar-Marke – ein Meilenstein, den viele Spieler jahrelang verfolgen.

Was das für Livshitz bedeutet

Über den Gewinn hinaus fügt der Sieg eine begehrte Live‑PLO‑Trophäe zur Sammlung von Livshitz hinzu. Der PLO Grand Slam Malta ist Teil der Diamond Poker Series, eines Kreises, der zu einem Markenzeichen für europäische Omaha‑Enthusiasten geworden ist. Da die nächste Station bereits im Kalender steht, wird Livshitz vermutlich ein zu beobachtender Name sein, während die Serie weitergeht.

Für die breitere Omaha‑Community bestätigte die Veranstaltung die wachsende Popularität der Vier‑Karten‑Varianten. Die Kombination aus Deep‑Stack‑Strategie und hochvariabler Aktion zieht weiterhin eine Mischung aus erfahrenen Profis und hungrigen Neulingen an, wodurch Veranstaltungen wie der Grand Slam zu einem Highlight des europäischen Pokerkalenders werden.

Als die Lichter beim letzten Blatt dämmerten und Livshitz seine Trophäe hob, hallte der Applaus ein von vielen geteiltes Gefühl wider: harte Arbeit, Geduld und ein Hauch Glück können noch immer die Karten wenden in einem Spiel, das genauso viel von Ausdauer als von Können abhängt.

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